Alles lebt
mehr als menschliche Welten


Ausstellungstexte

Eine Hexe erzählt eine Geschichte von Eroberung, Ausbeutung und Zerstörung, die Menschen anrichten. Während sie erzählt, beginnt sich der Bann der Geschichte, das Hexenwerk, über die gesamte Existenz zu entfesseln:

«Dann entfernen sie sich von der Welt
dann entfernen sie sich von der Sonne
dann entfernen sie sich von den Pflanzen und Tieren.
Sie sehen kein Leben.
Wenn sie schauen
sehen sie nur Objekte.
Die Welt ist für sie ein unbelebtes Ding
die Bäume und Flüsse sind nicht lebendig
die Berge und Felsen sind nicht lebendig.
Die Rehe und Bären sind Objekte.
Sie sehen kein Leben.
Sie fürchten.
Sie fürchten die Welt.
Sie zerstören, was sie fürchten.
Sie fürchten sich vor sich selbst.»
Leslie Marmon Silko

Was wäre, wenn wir den Bann dieses Hexenwerks brechen könnten?

Wenn Berge, Flüsse, Bäume, Tiere, Pilze, Dinge, Geistwesen und Ahnen lebendige Wesen sind, die mit uns koexistieren und interagieren?

Die planetare Krise fordert uns heraus, unsere Beziehungen zur Mitwelt zu überdenken und neu zu knüpfen. Geschichten und Dinge in dieser Ausstellung vermitteln Erfahrungen, Praktiken und Wissen aus verschiedenen Welten. Sie haben das Potenzial, unsere Beziehungen und das Zusammenleben radikal zu verändern.