Aktuell im Museum

Führung

Bima, Kasper und Dämon
16. August 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
16. August 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Kurator Richard Kunz

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

GROSS
23. August 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
GROSS
23. August 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Gross ist nicht überall gleich gross. In der Führung erfahren Sie mehr über kulturelle Dimensionen von Grösse. Beste Beispiele sind Macht und Status. Aber wer misst und definiert eigentlich Grösse? Und warum beeindruckt Grösse?

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
30. August 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
30. August 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Antonio Russo

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Wissensdrang trifft Sammelwut

Ethnologie fassbar

Knotenschnüre der Inka lesen
2. September 2020 18.00 - 19.30 Uhr
Knotenschnüre der Inka lesen
Ethnologie fassbar
Knotenschnüre der Inka lesen
2. September 2020, 18.00 - 19.30 Uhr

Bis heute geben die Knotenschnüre der Inka, sogenannte khipu, Rätsel auf. Sie wurden während des Inkareichs im heutigen Peru benutzt, um Daten, Nachrichten und Geschichten zu übermitteln. In Vergessenheit geriet jedoch, wie die khipu zu lesen sind. Wir führen sie auf Englisch in die Bedeutung der khipu ein und versuchen, den Code des fünf Meter langen khipu im Museum zu entschlüsseln.

> Mit Manuel Medrano, University of St. Andrews, und Kurator Alexander Brust

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Knotenschnüre der Inka lesen

Spezielle Veranstaltung

Brass Connection
6. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Brass Connection
Spezielle Veranstaltung
Brass Connection
6. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Blechbläserinnen und -bläser des Sinfonieorchesters Basel machen Balkan-Party. Ein furioses Open-Air-Konzert mit viel Spiel- und Lebensfreude, ideal für den Picknickausflug mit der ganzen Familie.

Genuss pur im Museumshof: Bringen Sie Ihren Picknickkorb, einen Klappstuhl oder eine Decke mit, für die musikalische Unterhaltung ist gesorgt.

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert nicht statt. Infos zur Durchführung auf www.sinfonieorchesterbasel.ch

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Brass Connection

Kinder und Familien

Dein persönliches Memory-Spiel
6. September 2020 13.00 - 17.00 Uhr
Kinder und Familien
Dein persönliches Memory-Spiel
6. September 2020, 13.00 - 17.00 Uhr

Aus Bildern von unseren Museumsobjekten gestalten wir ein Memory. Die selbst gemachten Karten bleiben garantiert im Gedächtnis.

> Mit Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Führung

Memory
6. September 2020 14.00 - 15.00 Uhr
Führung
Memory
6. September 2020, 14.00 - 15.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Antonio Russo

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Memory
6. September 2020 15.00 - 16.00 Uhr
Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Memory
6. September 2020, 15.00 - 16.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Lua Leirner

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Führung

Auf Feldforschung im Münster
13. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Auf Feldforschung im Münster
Führung
Auf Feldforschung im Münster
13. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Für einmal geht es im Basler Münster nicht um Theologie oder Kunstgeschichte, sondern um Ethnologie. Nach einem halbstündigen Crashkurs im Museum der Kulturen Basel rund um ethnologische Fragestellungen entdecken Sie das Münster neu: Was erzählt uns das Münsterportal über Gruppenzugehörigkeit? Inwiefern ist ein Gottesdienst auch eine Performance?

Start: Museum der Kulturen Basel

Ende: Basler Münster

> Mit Antonio Russo

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Auf Feldforschung im Münster

Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
20. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
20. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Wissensdrang trifft Sammelwut

Führung

Memory
27. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Memory
27. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Sarah Labhardt

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Spezielle Veranstaltung

Erleuchtet
19. November 2020 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Erleuchtet
19. November 2020, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen.

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Übersicht

Alte Bilder neu geteilt

Gesellschaften, Städte und Kulturen wandeln sich stetig. Dieser Wandel wird auf unterschiedliche Arten festgehalten, beispielsweise durch die Ausstellung «StrohGold» im Museum. Einen anderen Weg geht Daniel Cassaday: er macht es im Internet.

«Herr Cassaday, ist älter immer besser?» fragen wir den Mann, der die Nostalgikerinnen und Nostalgiker der Stadt Basel vereint, als wir vor dem Museumsbistro Rollerhof in das Gespräch starten. Er schmunzelt, hat die Frage wohl schon oft gehört und relativiert. «Älter ist nicht immer besser, den Fortschritt gibt es immer. Und es ist auch eine Kostenfrage, Altes zu bewahren.» Man müsse sich fragen, ob es denn Sinn mache.

Herr Cassaday sitzt an einem sonnigen Tag an einem Tisch im Grünen, in der Hand sein Buch.

Digital begonnen, heute zum Teil analog. Daniel Cassaday mit seinem Buch über das Verschwundene Basel. (Foto: ZVG / © Werner Kast)

Und er? Er bewahrt das Alte zumindest digital und bewirtschaftet in den sozialen Netzwerken einen virtuellen Ausstellungsraum. Schon als Kind verspürte Daniel Cassaday die Faszination daran und verbrachte viel Zeit im Staatsarchiv. In der Jugend legte er dieses Hobby dann zur Seite um es wieder aufzugreifen, als er das Staatsarchiv im Internet entdeckte. Mit den alten Bildern kamen auch Fragen. Zum Beispiel: «Wo befindet sich diese Strasse? Was fertigte man in diesem Haus? Gibt es diesen Brunnen noch heute?»

In den 1880er-Jahren standen auf dem Barfüsserplatz noch Autos.

Der Barfüsserplatz in den 1880er-Jahren (Foto: Bildarchiv Andy Schenk)

«Mir kam in den Sinn, dass man auf Facebook ja Sachen teilen und Fragen stellen kann», erzählt er. Er schuf eine Seite, die bis heute von knapp 30 000 Menschen abonniert wurde. Es ist eine verschworene Gemeinschaft aus Baslerinnen und Baslern, nicht selten Auslandschweizer, deren Heimweh durch die Seite gelindert wird.

In den Kommentaren ist oft eine Wehmut vernehmbar. Damals sei vieles besser gewesen, schöner, liebevoller, lautet der Tenor. Man freut sich an den Bildern der Innenstadt mit der offenen Birsig und sucht in den vielen digitalen Fotoalben nach den eigenen vier Wänden oder dem damaligen Schulgebäude. Die Bilder der Transformationen im Stadtbild wecken Emotionen.

Ein Bild aus dem Jahr 1964 zeigt den Münsterplatz und den Rhein von oben. Aufgenommen wurde es aus einem Flugzeug.

Flug über den Münsterplatz im Jahr 1964. (Foto: ETHZ)

«Ich bin wunderfitzig»

Er pflegt seine Seite «Verschwundenes Basel» täglich. Woher er diese Motivation nimmt? Freude an der Geschichte habe er, er sei «wunderfitzig», sagt Daniel Cassaday. Woher das wiederum kommt, weiss er nicht. «Mein Vater war Geschichtslehrer. Vielleicht habe ich da etwas mitbekommen.»

Er macht einen Kalender, hat mit einem ehemaligen Journalisten ein Buch veröffentlicht und erfreut sich nach wie vor an den Bildern, die er sammelt. Vom Gewinn der Verkäufe erwirbt er auf Flohmärkten oder im Internet Originalbilder, die seine Sammlung ergänzen, die mittlerweile auf mehrere tausend Objekte angewachsen ist.

Was meint er als sogenannter Influencer auf diesem Gebiet eigentlich zum neuen Dach des Museums? «Ich finde es gelungen, es fügt sich schön ein. Da ist etwas Schönes daraus geworden», sagt er, als er im Museumshof steht und das Gebäude begutachtet.

Die Transformationen sind unterschiedlich: Daniel Cassaday betrachtet das Stadtbild, das Museum die Kulturen der Welt. Beide zeigen mit ihrer ganz unterschiedlichen Sammlung aber auf, wie Veränderungen Menschen und Gesellschaften prägen.

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