bestial !

Pas de culture sans animaux

27 août 2021 – 20 novembre 2022

Pour nous, les êtres humains, les animaux sont importants– de manières très diverses. Ils sont omniprésents et nous ne pouvons imaginer notre vie sans eux. Nos relations avec eux sont aussi variées qu’ambivalentes.

Bienvenue au club des caniches ! Des dames et des messieurs bien habillés posent en compagnie de chiens bien toilettés – sur une immense photo d’Ursula Sprecher et Andi Cortellini.

Cette photo attire immédiatement les visiteuses et visiteurs dans l’exposition. Tout comme l’espace environnant, elle transmet une atmosphère douillette de salle de séjour. Une pièce dans laquelle l’homme et l’animal sont tous deux chez eux. La laisse, le sweat-shirt à capuche et le carnet de vaccination le soulignent.

Chéris
Pendant des milliers d’années, les animaux ont été domestiqués et ils sont désormais devenus des membres de la famille. Les êtres humains recherchent la proximité avec les bêtes, vivantes ou pas. Une sélection parlante de pièces provenant de la collection du musée montre comment nous nous entourons, dès notre plus jeune âge, de jouets, d’ustensiles et de bibelots en forme d’animaux.

Les quelques 250 cartes postales de chats sont également un régal pour les yeux. Dans de nombreuses cultures, les animaux jouent le rôle de conteurs. Les chats sont des messagers émotionnels fort prisés. Le phénomène des lolcats illustre l’humanisation kitsch des animaux.

Utilisés
Mais dans la relation avec l’animal, l’être humain assume encore et toujours le rôle de seigneur et maîtresse. Il se sert des animaux pour le travail, le transport et la guerre. La salle suivante nous plonge dans une atmosphère paysanne : sur de lourdes tables en bois, on peut y voir des mangeoires, des muselières, des genouillères, un joug de bœuf ou des selles.      

Les chaises à traire, les brides queues pour vaches et les ruches renvoient à la fonction de fournisseur de nourriture qu’ont les animaux. Dans un coin, on s’imagine dans une boucherie. Des photos, dont une photo murale de Chien-Chi Chang, illustrent la consommation

Chassés
Le parcours nous fait ensuite traverser une grande cage. C’est un symbole du pouvoir des êtres humains sur les animaux. Ici, on expérimente de près, ce que manquer de tomber dans un piège signifie. Les visiteuses et visiteurs découvrent le matériel utilisé pour piéger, chasser et tuer les animaux.

Des trophées sont suspendus au mur : soixante ramures de cerf élaphe. Devant eux s’étend une sorte d’arène. Ici, les couteaux dont on équipe les coqs lors de combats de coqs, les cages à grillons et les lances de tauromachie illustrent comment les animaux sont utilisés pour divertir les êtres humains – et comment ils en souffrent.

Vénérés
Dans la dernière salle, l’image – et la relation – s’inverse : les animaux et les divinités sous forme animale sont ici supérieurs aux êtres humains. Les animaux construisent une relation spéciale avec eux – comme dans le cas des guerriers jaguars au Mexique ou des « chuchoteurs » de requins aux îles Salomon. Ils les protègent, les ravissent – notamment sous la forme d’amulettes – et se font vénérer par eux, comme la vache sacrée indienne. La relation entre l’être humain et l’animal peut donc fonctionner autrement.

Pour les enfants et les familles
Quelques stations supplémentaires permettent aux enfants de s’attarder dans l’exposition. Ils peuvent choisir l’animal qu’ils voudraient être, imiter des sons d’animaux, décorer des animaux, écouter des histoires, écrire des cartes postales de chats et rire des animaux qui bernent les êtres humains.

« bestial ! Un thème – quatre expositions » est une coopération entre quatre musées bâlois : Museum der Kulturen Basel, Historisches Museum Basel, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, Pharmaziemuseum der Universität Basel: tierischbasel.ch

Nous remercions la Fondation Museum der Kulturen Basel pour son généreux soutien financier.

Videotranskription

Text zum Video «tierisch!»

Das Wiehern und das Geräusch vorbeigaloppierender Pferde sind zu hören. Der Titel «tierisch! Keine Kultur ohne Tiere» – Museum der Kulturen – wird eingeblendet. Nahaufnahme silberfarbener Pferdesporen aus Mexiko.

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Sphärische Musik ertönt. Nahaufnahme eines Flügellöwen aus Bali. Der Flügellöwe ist aus Holz, er ist rot gefärbt und der Körper wie auch die Flügel haben goldene Verzierungen. Seine Augen sind weit aufgerissen, er zeigt seine langen, spitzen Zähne.

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Blick auf zwei Hirsche aus Holz mit echten Geweihen, die auf einem Ausstellungsmöbel präsentiert werden.

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Kuratorin Beatrice Voirol steht in der Ausstellung:

«Die Ausstellung «tierisch! Keine Kultur ohne Tiere» zeigt auf, wie ambivalent die Beziehung zwischen Menschen und Tieren sein kann und wie sich diese Ambivalenz kulturell ausdruckt.»

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Blick auf eine Fotografie, ein Gruppenbild, das mehrere ältere Personen – fünf Frauen und zwei Männer – mit ihren Pudeln auf dem Schoss zeigt. Im Weiteren sitzen noch zahlreiche weitere Pudel zu den Füssen der Personen. Es handelt sich um den Pudelclub aus Basel.

Kuratorin Beatrice Voirol:

«In den letzten Jahrzehnten kam es zu einer Neubewertung der Beziehung von Menschen und Tieren. Die Tiere wurden nicht mehr bloss als Subjekte gesehen, sondern durchaus als eigenständige Wesen, die mit eigener Handlungsmacht ausgestattet sind.»

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Blick auf ein ockerfarbenes Reh aus Holz, das Blöken eines Tieres ist zu hören. Kuratorin Beatrice Voirol spricht über die Beziehung von Menschen und Tieren. Während ihrer Ausführungen werden weitere Objekte gezeigt: Ein Kamelgurt aus Ägypten – ein braunes gewobenes Band, an dessen Ende orangefarbene Wollknäuel an Bändern hängen. Dahinter ist eine Art Kette aus Stoff und Filz in Orange und Rot, ein Kamel-Halsschmuck auf Pakistan. Nahaufnahme von zwei Spielzeugsoldaten in Kavallerieuniformen auf ihren Pferden. Die Pferde stehen auf Holzbrettern mit kleinen Rädern, so dass sie verschoben werden können.

Beatrice Voirol spricht aus dem Off:

«Die Nähe zwischen Menschen und Tieren war nicht seit jeher gegeben. Das erfolgte über einen langen Prozess der Domestizierung. Tiere profitieren durchaus vom Zusammenleben mit Menschen, sie bezahlen aber auch einen Preis. Die Menschen kümmern sich um ihre Tiere und kriegen von ihnen Liebe, Zuwendung und Geborgenheit.»

Nahaufnahme einer Kuhglocke, Bimmeln und das Muhen einer Kuh ertönen. Ebenfalls zu sehen ist ein farbiger Kuhschmuck aus Stoff- und Papierbändern. Den Schmuck tragen Kühe beim Alpabzug.

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Das gemalte Bild eines Alpaufzugs. Rechts neben dem Bild hängt eine grosse Kuhglocke mit aufwendig geschnitztem Treichelband aus Holz. Vor dem Bild ist weiterer Kuhschmuck zu sehen, darunter auch zwei farbige und reich dekorierte Hörnerkränze.

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Kuratorin Beatrice Voirol in der Ausstellung:

«Der Übergang zu Sesshaftigkeit und Ackerbau hatte fundamentale Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren. Tiere wurden zu Besitz, Menschen zu Herren und Meister. Menschen nahmen Einfluss auf die Körper und die Verhaltensweisen der Tiere. Es erfolgte eine Ökonomisierung dieser Beziehung.»

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Blick auf eine Zirkusszene, in der ein Tiger, ein Elefant, ein Bär sowie ein Seehund aus Holz auf Bällen, Fahrrädern und einem kleinen Podest balancieren. Im Hintergrund steht ein Zirkuswagen aus Holz. Daran befestigt sind kleine Plüschäffchen, die herumtollen.

Das Fauchen einer Raubkatze und Affengeschrei ist zu hören.

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Kuratorin Beatrice Voirol in der Ausstellung:

«Menschen sind fasziniert von wilden Tieren. Sie nehmen die Fährten von wilden Tieren auf, um sie zu beobachten oder zu jagen. Die Jagd, die früher überlebensnotwendig war, wird heute ambivalent betrachtet – wie auch das Zeigen wilder Tiere in menschlicher Umgebung, sei es Zirkus oder Stierkampf. Das wird heute alles sehr kritisch bewertet.»

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Blick auf eine sechs-zackige Fischgabel für die Lachsfischerei in Basel, die hinter Gitter ausgestellt ist.

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Nahaufnahme von 60 Rothirschgeweihen, die als Trophäen an der Wand hängen. Im Hintergrund sind quakende Frösche, das Zirpen von Heuschrecken und Hundegebell zu hören.

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Vor dem Gitter mit den Hirschgeweihen stehen rote Podeste mit weiteren Objekten im Raum. Links zu erkennen ist eine Stierfigur mit Stirnschmuck, ein Tanzutensil aus Bolivien.

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Kuratorin Beatrice Voirol in der Ausstellung:

«In manchen Weltsichten und religiösen Systemen haben Tiere eine ganz andere Rolle, als wir es kennen. Da sind Tiere plötzlich Gottheiten, die über den Menschen stehen, die Menschen lenken oder beschützen. Das ist eine ganz andere Sicht auf Tiere und die Beziehung, wie wir sie gewohnt sind.»

Während die Kuratorin spricht, werden folgende Objekte eingeblendet: Eine an einer Wand befestigte grosse Holzfigur, die einen Vogel im Flug darstellt. Die langen Beine sind nach hinten ausgestreckt. Darauf sitzt ein Knabe und bewegt sich sozusagen auf dem Vogel fort. Es ist ein fliegender Kasuar; die Figur war am Giebel des Dorfchefs eines Dorfes am Sentanisee in Papua, Indonesien, befestigt.

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Drei Terracottapferde mit Sattel und Zaumzeug. Es sind Opfergaben für die Götter, mit denen die Menschen in Indien um Unterstützung baten. Daneben eine grosse Pferdefigur mit Sattel und Zaumzeug – es ist das Pferd des südindischen Gottes Ayyanar.

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«Wir haben in dieser Ausstellung auch an Kinder gedacht. Es ist nicht so, dass nur Menschen den Tieren eine Falle stellen, sondern das kann auch umgekehrt vorkommen – Tiere stellen den Menschen eine Falle. So gibt es einzelne Stationen, wo Kinder darüber nachdenken können, wie die Beziehung zwischen Menschen und Tieren gestaltet ist.»

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Während die Kuratorin spricht, wird ein Tik-Tok-Video eingeblendet. Das Video zeigt die Aussenaufnahme eines Fast Food-Restaurants. Möwengeschrei im Hintergrund. Plötzlich gehen die Schiebetüren des Lokals auf und eine Möwe watschelt mit einer Packung Chips im Schnabel aus dem Restaurant, kurz darauf fliegt sie davon.

ENDE