Aktuell im Museum

Ethnologie fassbar

Ein Meer von Inseln
5. August 2020 18.00 - 19.30 Uhr
Ein Meer von Inseln
Ethnologie fassbar
Ein Meer von Inseln
5. August 2020, 18.00 - 19.30 Uhr

Im Pazifik finden sich viele vermeintlich isolierte Inseln und Atolle. Sie haben Kulturen hervorgebracht, die das Meer nicht als trennend verstehen, sondern als verbindend, mit vielen Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten. Auf unserer Führung versuchen wir, uns in diese anders definierte Geografie einzudenken anhand der ausgestellten Objekte von pazifischen Inseln. Im Geiste mit dabei: Der Schriftsteller und Ethnologie Epeli Hau’ofa, der das «Inseldasein» Ozeaniens neu interpretiert hat.

> Mit Kuratorin Beatrice Voirol

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Ein Meer von Inseln

Führung

Memory
9. August 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Memory
9. August 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Sarah Labhardt

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Führung

Bima, Kasper und Dämon
16. August 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
16. August 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Kurator Richard Kunz

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

GROSS
23. August 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
GROSS
23. August 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Gross ist nicht überall gleich gross. In der Führung erfahren Sie mehr über kulturelle Dimensionen von Grösse. Beste Beispiele sind Macht und Status. Aber wer misst und definiert eigentlich Grösse? Und warum beeindruckt Grösse?

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
30. August 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
30. August 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Antonio Russo

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Wissensdrang trifft Sammelwut

Ethnologie fassbar

Knotenschnüre der Inka lesen
2. September 2020 18.00 - 19.30 Uhr
Knotenschnüre der Inka lesen
Ethnologie fassbar
Knotenschnüre der Inka lesen
2. September 2020, 18.00 - 19.30 Uhr

Bis heute geben die Knotenschnüre der Inka, sogenannte khipu, Rätsel auf. Sie wurden während des Inkareichs im heutigen Peru benutzt, um Daten, Nachrichten und Geschichten zu übermitteln. In Vergessenheit geriet jedoch, wie die khipu zu lesen sind. Wir führen sie auf Englisch in die Bedeutung der khipu ein und versuchen, den Code des fünf Meter langen khipu im Museum zu entschlüsseln.

> Mit Manuel Medrano, University of St. Andrews, und Kurator Alexander Brust

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Knotenschnüre der Inka lesen

Spezielle Veranstaltung

Brass Connection
6. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Brass Connection
Spezielle Veranstaltung
Brass Connection
6. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Blechbläserinnen und -bläser des Sinfonieorchesters Basel machen Balkan-Party. Ein furioses Open-Air-Konzert mit viel Spiel- und Lebensfreude, ideal für den Picknickausflug mit der ganzen Familie.

Genuss pur im Museumshof: Bringen Sie Ihren Picknickkorb, einen Klappstuhl oder eine Decke mit, für die musikalische Unterhaltung ist gesorgt.

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert nicht statt. Infos zur Durchführung auf www.sinfonieorchesterbasel.ch

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Brass Connection

Kinder und Familien

Dein persönliches Memory-Spiel
6. September 2020 13.00 - 17.00 Uhr
Kinder und Familien
Dein persönliches Memory-Spiel
6. September 2020, 13.00 - 17.00 Uhr

Aus Bildern von unseren Museumsobjekten gestalten wir ein Memory. Die selbst gemachten Karten bleiben garantiert im Gedächtnis.

> Mit Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Führung

Memory
6. September 2020 14.00 - 15.00 Uhr
Führung
Memory
6. September 2020, 14.00 - 15.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Antonio Russo

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Memory
6. September 2020 15.00 - 16.00 Uhr
Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Memory
6. September 2020, 15.00 - 16.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Lua Leirner

Eintritt frei

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Führung

Auf Feldforschung im Münster
13. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Auf Feldforschung im Münster
Führung
Auf Feldforschung im Münster
13. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Für einmal geht es im Basler Münster nicht um Theologie oder Kunstgeschichte, sondern um Ethnologie. Nach einem halbstündigen Crashkurs im Museum der Kulturen Basel rund um ethnologische Fragestellungen entdecken Sie das Münster neu: Was erzählt uns das Münsterportal über Gruppenzugehörigkeit? Inwiefern ist ein Gottesdienst auch eine Performance?

Start: Museum der Kulturen Basel

Ende: Basler Münster

> Mit Antonio Russo

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Auf Feldforschung im Münster

Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
20. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
20. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Wissensdrang trifft Sammelwut

Führung

Memory
27. September 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Memory
27. September 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Sarah Labhardt

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Spezielle Veranstaltung

Erleuchtet
19. November 2020 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Erleuchtet
19. November 2020, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen.

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Übersicht

«Ich schreibe und zeichne schon lange»

Kürzlich ist das Buch «Tägliches Befremden» von Reingard Dirscherl erschienen. Die Mitarbeiterin der Abteilung Bildung & Vermittlung verrät uns mehr dazu.

MKB: Frau Dirscherl, wie haben Sie sich gefühlt, als Sie Ihr gedrucktes Buch in der Hand gehalten haben?
Reingard DIrscherl: Es war ein gutes Gefühl, als es vor mir lag. Folgende Gedanken gingen mir durch den Kopf: Es ist vollbracht. Es hat sich materialisiert. Ich kann es freilassen. Ich freute mich auch über die Gestaltung, sie entspricht meinen Geschichten.

Das Bild zeigt Reingard Dirscherl auf einer Bank im Museumshof. Sie trägt das lange silberne Haar in einem Rossschwanz. Freundlich lächelt sie in die Kamera. Sie trägt eine dunkelbrauen Bluse und eine Halskette.

Inspiriert auch durch ihre Arbeit im Museum: Reingard Dirscherl

Wie kamen Sie dazu, das Buch auch zu illustrieren?
Ich male und zeichne schon lange. Ich habe die Illustrationen nicht auf die Kurzgeschichten abgestimmt, sondern einfach eine Auswahl aus meiner Sammlung getroffen. Meine Zeichnungen passen, gleichzeitig zeigen sie einen anderen Aspekt der Erzählungen auf. Sie lassen vieles offen,  stellen in sich aber einen roten Faden dar.

Und sie befremden ein wenig ...
Die meisten Zeichnungen zeigen Mischwesen, teils Tier, teils Mensch. Sie entstanden oft unbewusst, beispielsweise beim Telefonieren. Dazu inspiriert haben mich auch Museumsobjekte.

Was hat Sie eigentlich dazu bewogen, ein Buch zu schreiben?
Ich bin freischaffende Journalistin. Dabei konzentrierte ich mich als studierte Ethnologin lange Jahre auf Reportagen, rund um andere Kulturen und Migration. Stets war mir dabei auch die sprachliche Umsetzung wichtig. Neben meiner journalistischen Arbeit verfasste ich viele Erzählungen. Nie vollendete ich sie sofort, sie mussten quasi marinieren, erst wenn ich den nötigen Abstand hatte, warf ich einen neuen Blick darauf und dann stellte ich sie fertig. Immer schon wollte ich sie herausbringen. Ich beschloss, Verlage anzuschreiben, ob sie meine Erzählungen als Buch veröffentlichen würden.

Wie war die Reaktion?
Es kamen viele Absagen. Die Verlage fanden, zuerst müsste ich einen Roman veröffentlichen und erst danach Kurzgeschichten. Romane verkaufen sich besser. Ich aber finde, mir liegen kurze Erzählungen und so versuchte ich mein Glück weiter. Der Basler Verlag kurz & bündig sagte schliesslich zu.

Was fasziniert Sie denn an Kurzgeschichten?
Sie haben ein Anfang und ein Ende. Sie sind eine Herausforderung: Ich verdichte gerne, das bedeutet aber viel Arbeit, die ich gerne annehme. Zu welchem Zeitpunkt ist die Verdichtung dann gelungen? Aus meiner Sicht, wenn die Leserinnen und Leser über die Geschichte zu reflektieren beginnen, wegzoomen, auch übers Persönliche hinaus. Ich möchte bei anderen Menschen neue Töne zum Klingen bringen.

Das Foto zeigt das Buchcover. Es ist blau, mit einer Figur darauf, die sich spiegelt und es sieht so aus, als ob sich die Figur im Wasser befindet

Wie gehen Sie da vor? 
Ich zeige mehrere Facetten und benutze deshalb unterschiedliche Perspektiven. Ich lasse Ansichten lebendig werden und versuche, sie nicht einseitig darzustellen. Ich arbeite auch mit Klischees, um sie aufzulösen und überschnelles Urteilen abzubauen.

Beziehungen spielen in Ihren Geschichten eine zentrale Rolle. Wieso?
Da spielt mein ethnologischer Hintergrund mit hinein: Beziehungen schaffen Kultur(en). Sie sind das Thema des täglichen Befremdens. Als Kind schon beobachtete ich das Verhalten von Menschen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen und dabei wurden viele Fragen aufgeworfen. Beziehungen sind so komplex, sie haben viele Zwischentöne und sind nicht einfach. So kann in meinen Erzählungen selbst das negativ Scheinende eine positive Komponente haben und das Lustige gleichzeitig traurig sein.

Wieviel Autobiografisches floss ins Buch ein?
Ich kann nur finden, was ich sehe. Irgendwie verarbeite ich immer eigene Erlebnisse, doch ich verfremde sie oder erfinde Neues dazu. Meine Protagonisten sind also nicht mit der Autorin zu verwechseln. Zudem wähle ich immer wieder andere Perspektiven, sogar innerhalb einer Geschichte. Die zweite und letzte Erzählung beinhalten viel Autobiografisches.

Eine Geschichte spielt im Museum ...
Ich mache ja Führungen in den Ausstellungen. D.h. ich vermittle. Und dabei erwecke ich Objekte zum Leben. Ich sehe mich als Übersetzerin zwischen Exponaten und Besuchern. Daraus entsteht eine Dynamik unter den Besuchern. Sie treten in eine Beziehung zu den Objekten und diese bringen sie ins Gespräch untereinander. Ich selbst bekomme etwas retour von ihnen, lerne also dazu und bin dankbar dafür. Das ist gelebte Kultur.

In der Erzählung «Mein Opium» versuche ich, solch einer Dynamik nachzugehen. Die Geschichte schildert eine Führung durch die ehemalige Ausstellung «Opium». Der Ich-Erzählerin entgleitet zusehends der Faden, während die Dinge die Regie über das Geschehen übernehmen. Aber mehr will ich dazu nicht verraten.

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