Aktuell im Museum

Führung

GROSS – abgesagt
28. Februar 2021 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
GROSS – abgesagt
28. Februar 2021, 11.00 - 12.00 Uhr

Gross ist nicht überall gleich gross. In der Führung erfahren Sie mehr über kulturelle Dimensionen von Grösse. Beste Beispiele sind Macht und Status. Aber wer misst und definiert eigentlich Grösse? Und warum beeindruckt Grösse?

> Mit Reingard Dirscherl

An der Führung können maximal 15 Personen teilnehmen. Anmeldungen nehmen wir gerne unter 061 266 56 00 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch entgegen.

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Ethnologie fassbar

Altes Brot und harte Kekse – abgesagt
3. März 2021 18.00 - 19.30 Uhr
Altes Brot und harte Kekse – abgesagt
Ethnologie fassbar
Altes Brot und harte Kekse – abgesagt
3. März 2021, 18.00 - 19.30 Uhr

Das Museum besitzt eine umfangreiche Gebäcksammlung: 100-jährige Tirggel, Weggli und Osterbrote dokumentieren jahreszeitliche Riten und regionale Spezialitäten. Wie entstand die Sammlung und welche Geschichten stecken in den alten Brötchen? Wir haben einige Exemplare aus dem Depot geholt und stellen sie Ihnen vor. Dazu gibt es frische Varianten zum Probieren!

> Mit Kuratorin Tabea Buri

An der Veranstaltung können maximal 15 Personen teilnehmen. Anmeldungen nehmen wir gerne unter 061 266 56 00 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch entgegen.

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Altes Brot und harte Kekse – abgesagt

Führung

Memory – abgesagt
7. März 2021 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Memory – abgesagt
Momente des Erinnerns und Vergessens
7. März 2021, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die verschiedenen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

An der Führung können maximal 15 Personen teilnehmen. Anmeldungen nehmen wir gerne unter 061 266 56 00 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch entgegen.

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Kinder und Familien

Spielst du gern Memory? – abgesagt
7. März 2021 13.00 - 17.00 Uhr
Spielst du gern Memory? – abgesagt
Kinder und Familien
Spielst du gern Memory? – abgesagt
7. März 2021, 13.00 - 17.00 Uhr

Dann bastle dir eines! Mit Bildern von unseren Museumsobjekten. Die selbstgemachten Memorykarten bleiben dir garantiert in Erinnerung.

> Mit Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

An der Veranstaltung können maximal 15 Personen gleichzeitig teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir bitten Sie um Verständnis, falls es zu Wartezeiten kommt.

Eintritt frei, Material CHF 5.-

> Kalendereintrag
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Spielst du gern Memory? – abgesagt

Spezielle Veranstaltung

Dem inneren Buddha begegnen – abgesagt
13. März 2021 10.30 - 11.10 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Dem inneren Buddha begegnen – abgesagt
13. März 2021, 10.30 - 11.10 Uhr

Wir laden Sie ein, eine Meditation inmitten zahlreicher Buddhas zu erleben. Ausgangspunkt der inneren Betrachtungen bilden jeweils ein Buddha-Bildnis und die buddhistischen Qualitäten, die es verkörpert. Begeben Sie sich in einer geführten Meditationssitzung auf den Weg zur inneren Stille.

> Mit Zenmönch Michel Ayguesparsse vom Angyo Zen Dojo Basel

An der Veranstaltung können maximal 15 Personen teilnehmen. Anmeldungen nehmen wir gerne unter 061 266 56 00 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch entgegen.

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

Erleuchtet – abgesagt
14. März 2021 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Erleuchtet – abgesagt
Die Welt der Buddhas
14. März 2021, 11.00 - 12.00 Uhr

Buddha fasziniert. Wieso? Und was macht seine Lehre attraktiv für so viele? Die Führung bringt Erkenntnis.

> Mit Sarah Labhardt

Diese Führung ist ausgebucht.

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

Weltsichten – abgesagt
21. März 2021 11.00 - 12.00 Uhr
Weltsichten – abgesagt
Führung
Weltsichten – abgesagt
21. März 2021, 11.00 - 12.00 Uhr

Wir laden Sie ein, unser Haus und seine Geschichte zu erkunden: Sie erfahren von abenteuerlichen Forschungsreisen und akribischem Sammeln, sehen überraschende Objekte aus aller Welt und bekommen Einblicke in heutige Felder der Ethnologie.

> Mit Antonio Russo

An der Führung können maximal 15 Personen teilnehmen. Anmeldungen nehmen wir gerne unter 061 266 56 00 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch entgegen.

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Weltsichten – abgesagt

Führung

Visioni sul mondo – annullata
21. März 2021 14.00 - 15.00 Uhr
Visioni sul mondo – annullata
Führung
Visioni sul mondo – annullata
21. März 2021, 14.00 - 15.00 Uhr

Vi invitiamo a scoprire il nostro museo e la sua storia : apprenderte degli avventurosi viaggi d’esplorazione ed il collezionismo meticoloso, vedrete sorprendenti oggeti da tutto il mondo es vi farte un’idea dei moderni campi di recerca dell’etnologia.

> Con Antonio Russo

Alla visita guidata sono ammessi al massimo 15 persone. Riceviamo volentieri le vostre registrazioni al numero 061 266 56 00 o per email info@mkb.notexisting@nodomain.comch

Ingresso

> Kalendereintrag
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Visioni sul mondo – annullata

Spezielle Veranstaltung

Making the World – abgesagt
25. März 2021 18.30 - 20.00 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Making the World – abgesagt
Gelebte Welten
25. März 2021, 18.30 - 20.00 Uhr

Aufgrund der Situation rund um Covid-19 verzichten wir auf eine Vernissage im üblichen Rahmen. 

Wir freuen uns sehr, Sie ab Freitag, 26. März 2021 in der Ausstellung «Making the World. Gelebte Welten» zu begrüssen.

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Führung

Making the World – abgesagt
28. März 2021 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Making the World – abgesagt
Gelebte Welten
28. März 2021, 11.00 - 12.00 Uhr

In fünf Gruppierungen treten Werke aus unserer Sammlung in Beziehung zu Werken aus dem Kunstmuseum Basel und machen erlebbar, wie der Mensch die Welt formt und selbst von ihr geprägt wird. Die Führung geht den Spuren dieser Wechselbeziehung nach.

> Mit Florence Roth

An der Führung können maximal 15 Personen teilnehmen. Anmeldungen nehmen wir gerne unter 061 266 56 00 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch entgegen.

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Übersicht

Ein glücklicher Döppe

Von Peter Ommert

«Gestatten – iich sein e aal Marjößer Schraubdöppe! Ja, ich habe den Marjoßer Zungenschlag noch nicht verlernt, obwohl ich fast die Hälfte meines Lebens in der Schweiz, genauer gesagt in Basel verbrachte. Es ist – wenngleich ich mich auch in Basel recht wohl fühlte – ein wunderbares Gefühl, wieder zu Hause zu sein. Vieles hat sich allerdings in den langen Jahren meiner Abwesenheit verändert ...

Als alle Augen freudig strahlten

Als mich Marjoßer Töpferhände aus einem Tonklumpen formten, war die Welt noch eine andere. Oh, ich könnte euch viel erzählen! Etwa von meiner glücklichsten Zeit, vor dem Ersten Weltkrieg, als die Kinder in mir heiße, gute Kartoffelsuppe aufs Feld trugen und alle Augen freudig strahlten, wenn sie mich erblickten. Oder aber von den schweren  Jahren, als ich beinahe nur Frauen, Kinder und Alte auf den Wiesen und Äckern sah. Zwar stille Dankbarkeit, aber kaum mehr ein frohes Lachen bei meinem Anblick.

Die tiefen Sorgenfalten der Bäuerinnen um ihre in den großen Krieg gezogenen Männer waren durch nichts zu glätten. Ich bin mir sicher, dass die Gedanken der heimwehkranken Soldaten von den Schützengräben Frankreichs oft zum Meddelberch, zum Ratzerod, ins Oastdoal oder zu den Kirschewiese wanderten, wo sie der friedlichen Feldarbeit im Kreise ihrer Lieben gedachten – und meiner heißen Suppe! Viele, viele der sehnsüchtig ihrer Heimat Hoffenden sollten diese nie wieder sehen.

Auf dem Foto steht ein brauner Topf mit einem Henkel

Iich sein e aal Marjößer Schraubdöppe

Und schließlich kam alles im Zweiten Krieg noch schlimmer! Doch genug der schweren Zeiten. Das Leben ging weiter. In der Nachkriegszeit lebte ich noch einmal richtig auf. Es war schön, wieder die Späße und frohen Rufe zu hören, wenn ich um die Mittagszeit in Sichtweite kam.

Aber dann war auf einmal alles vorbei: Die Moderne hielt mit Emaille, Blech und Kunststoff Einzug. Ich war – wie man in Marjoß sagt – ‹zu nias meh Nötz›. Dabei hat es das Schicksal noch verhältnismäßig gut mit mir gemeint, denn ich landete nur im Keller – und nicht wie hunderte meiner Schwestern und Brüder in Scherben zerschlagen auf dem Mist oder Sperrmüll.

Ich geriet in die Hände einer jungen Frau

Es wäre gelogen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich mich in all den Jahren in einem dunklen Keller meiner Verdienste beraubt fühlte. Umso mehr freute ich mich, dass ich in den Sechzigerjahren in die Hände einer jungen Frau geriet, die meine inneren Werte erkannte und sich für meine Geschichte interessierte.

Gisela Fleischhauer absolvierte als Lehramtsstudentin ein Praktikum bei der Töpferei Ruppert. Sie erwarb viele Dutzend Marjößer Döppe, darunter auch mich. Als Ehefrau von Ethnologie-Professor Meinhard Schuster verschlug es sie mit uns nach Basel. Dort kamen wir wieder zur Geltung! Zusammen mit Gefäßen aus aller Welt zierten wir die Wohnung der Schusters.

Kein Platz für alle von uns im Museum

Was könnte ich euch nicht alles für spannende Geschichten berichten, die ich im Hause Schuster belauschen durfte! Von den Forschungsreisen der Schusters zu den Yanomami-Indianern im Regenwald Südamerikas und zu den Kopfjägern Neuguineas, von Abenteuern und spannenden Expeditionen.

Nach vielen glücklichen Jahren dann ein schwerer Schlag: Gisela Schuster starb. Einige Marjoßer Döppe hatte das Ehepaar bereits vor Jahren dem Museum der Kulturen Basel gestiftet, wo Herr Schuster als Kurator arbeitete. Doch für alle von uns war kein Platz.

Ins Heimatdorf zurückgeholt

Wie gut, dass dann Tabea Buri, Europa-Kuratorin des Museums, sich die Mühe machte, nachzuforschen, wo denn dieses Marjoß läge und ob dort in der alten Heimat Interesse an der Sammlung der Schusters bestünde. Und so klingelte bei Gertrud Weihmann in der Töpferei Ruppert das Telefon. Um es kurz zu machen: Einige E-Mails und Telefonate später wurde ich mit etwa 100 anderen Marjößer Gefäßen in unser Heimatdorf  zurückgeholt.

Nach über fünfzig Jahren in Basel bin ich wieder in Marjoß. Jetzt stehe ich mit  zahlreichen meiner Altersgenossen in der Museumstöpferei der Ommerts, bei Hansjes.»

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