Aktuell im Museum

Führung

StrohGold
19. Januar 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
StrohGold
19. Januar 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Warum wird ein bayrisches Dirndl aus afrikanischen Stoffen geschneidert? Sind diese Materialien überhaupt afrikanisch? Auch Gegenstände, Ideen und Techniken wandern seit je zwischen den Kulturen. Erfahren Sie mehr über diese spannenden Verflechtungsgeschichten.

> Mit Kuratorin Stephanie Lovász

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Spezielle Veranstaltung

FIGURES
19. Januar 2020 13.00 - 16.00 Uhr
FIGURES
Spezielle Veranstaltung
FIGURES
19. Januar 2020, 13.00 - 16.00 Uhr

Die Performance-Installation «FIGURES» inszeniert den Körper zwischen Skulptur und Tanz, Objekt und Subjekt. Sie bringt Bewegung in den Raum und eröffnet neue Perspektiven auf Museumsbjekte. Inmitten der Ausstellungen spielen die Tänzerinnen und Tänzer mit unserer Wahrnehmung von Vertrautem und Unbekanntem, Eigenem und Fremdem. Als bewegte Figuren reagieren sie auf ihre Umgebung und laden das Publikum zur unmittelbaren Begegnung ein.

> Mit Mirjam Gurtner, künstlerische Leitung, Pascal Moor, Produktionsleitung, und den Tänzerinnen und Tänzern von FIGURES

Foto © Diethild Meier

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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FIGURES

Workshop für Erwachsene

PET trifft auf Macramé
25. Januar 2020 11.00 - 16.00 Uhr
PET trifft auf Macramé
Workshop für Erwachsene
PET trifft auf Macramé
25. Januar 2020, 11.00 - 16.00 Uhr

PET-Flaschen aus der vergangenen Ausstellung «StrohGold» mit Schnüren in Macramétechnik umflechten, Kleinpflanzen einsetzen und fertig sind die bezauberndsten Miniaturgärten – Upcycling vom Feinsten! Wir lassen uns von Anschauungsobjekten aus den Depots inspirieren und steigen dann umgehend in die praktische Arbeit ein. Egal, ob Sie vorhandene Kenntnisse in Knotentechniken auffrischen möchten oder ob Sie sich zunächst mit den Grundtechniken vertraut machen, frohes Schaffen ist garantiert.

> Mit Flechtkünstlerin Monika Künti, Kuratorin Stephanie Lovász und Regina Mathez, Bildung und Vermittlung.

> Für max. 16 Experimentier- und Flechtfreudige. Anmeldung bis Mo 20.1. T 061 266 56 32 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch

> CHF 95.– inklusive Material

> Kalendereintrag
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PET trifft auf Macramé

Führung

Bima, Kasper und Dämon
26. Januar 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
26. Januar 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Eli Wilhelm

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
2. Februar 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
2. Februar 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Antonio Russo

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Wissensdrang trifft Sammelwut

Kinder und Familien

Gäll, du kennsch mit nit?
2. Februar 2020 13.00 - 17.00 Uhr
Gäll, du kennsch mit nit?
Kinder und Familien
Gäll, du kennsch mit nit?
2. Februar 2020, 13.00 - 17.00 Uhr

Wir gestalten eine Kartonlarve für die Fasnacht. Ideen liefern uns die Figuren in der Ausstellung «Bima, Kasper und Dämon». Gestaltest du einen frechen Kasper, einen Dämon mit Reisszähnen oder eine indische Prinzessin?

> Mit Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

> Material: CHF 5.–

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Gäll, du kennsch mit nit?

Ethnologie fassbar

Die eigensinnige «Mamschel Weis» – eine Sammlerin ins Licht gerückt
5. Februar 2020 18.00 - 19.30 Uhr
Die eigensinnige «Mamschel Weis» – eine Sammlerin ins Licht gerückt
Ethnologie fassbar
Die eigensinnige «Mamschel Weis» – eine Sammlerin ins Licht gerückt
5. Februar 2020, 18.00 - 19.30 Uhr

Annemarie Weis (1877-1933) war eine bemerkenswerte Persönlichkeit. Die unverheiratete Baslerin zog regelmässig ins Wallis und sammelte fast 400 ethnografische Objekte für Eduard Hoffmann-Krayer, damaliger Leiter der Abteilung Europa am heutigen Museum der Kulturen Basel. Doch ihr Name ging bisweilen unter. Wir nahmen die Spurensuche auf und werfen ein Licht auf die eigensinnige «Mamschel Weis». Ihre Sammlung zeigt, was damals im wissenschaftlichen Trend lag und welche Eigenheiten des Wallis in Basel faszinierten.

> Mit Kuratorin Tabea Buri und Karin Kaufmann, Fellow am Museum der Kulturen Basel

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Die eigensinnige «Mamschel Weis» – eine Sammlerin ins Licht gerückt

Führung

Best-of
9. Februar 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Best-of
Führung
Best-of
9. Februar 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Wertvollste, das Bekannteste, das Beliebteste – die «Best-of»-Führung zeigt ausgewählte Objekte. Zugleich fragt sie nach den Kriterien solcher Rangfolgen: Sie sind abhängig von Sammlungsinteressen, von wissenschaftlichen Erkenntnissen oder auch von persönlichen Vorlieben. Wer setzt was auf seine Bestenliste und warum?

> Mit Reingard Dirscherl

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Best-of

Führung

Basler Fasnacht
16. Februar 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Basler Fasnacht
16. Februar 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Seit wann gibt es den Morgestraich? Warum beginnt die Basler Fasnacht am Montag nach dem Aschermittwoch und um vier Uhr morgens? Sie erhalten Einblick in die Geschichte der Fasnacht, in Cliquen, Guggen und Schnitzelbängg.

> Mit Kuratorin Tabea Buri

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

Basler Fasnacht
16. Februar 2020 15.00 - 16.00 Uhr
Führung
Basler Fasnacht
16. Februar 2020, 15.00 - 16.00 Uhr

Seit wann gibt es den Morgestraich? Warum beginnt die Basler Fasnacht am Montag nach dem Aschermittwoch und um vier Uhr morgens? Sie erhalten Einblick in die Geschichte der Fasnacht, in Cliquen, Guggen und Schnitzelbängg.

> Mit Kuratorin Tabea Buri

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

Basler Fasnacht
23. Februar 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Basler Fasnacht
23. Februar 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Seit wann gibt es den Morgestraich? Warum beginnt die Basler Fasnacht am Montag nach dem Aschermittwoch und um vier Uhr morgens? Sie erhalten Einblick in die Geschichte der Fasnacht, in Cliquen, Guggen und Schnitzelbängg.

> Mit Liliane Vindret

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Führung

Le Carnaval de Bâle
23. Februar 2020 15.00 - 16.00 Uhr
Führung
Le Carnaval de Bâle
23. Februar 2020, 15.00 - 16.00 Uhr

Depuis quand le Morgestraich existe-t-il? Pourquoi le Carnaval de Bâle commence-t-il le lundi après le mercredi des Cendres à quatre heures du matin ? Vous aurez un aperçu de l’histoire du carnaval et de ses cliques, « Guggenmusik » et vers satiriques nommés « Schnitzelbängg ».

> avec Liliane Vindret

en français

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Führung

Basler Fasnacht
1. März 2020 11.00 - 11.50 Uhr
Führung
Basler Fasnacht
1. März 2020, 11.00 - 11.50 Uhr

Seit wann gibt es den Morgestraich? Warum beginnt die Basler Fasnacht am Montag nach dem Aschermittwoch und um vier Uhr morgens? Sie erhalten Einblick in die Geschichte der Fasnacht, in Cliquen, Guggen und Schnitzelbängg.

> Mit Margrit Gontha

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Führung

Basel Carnival
1. März 2020 12.00 - 12.50 Uhr
Führung
Basel Carnival
1. März 2020, 12.00 - 12.50 Uhr

Since when has the Morgestraich been an essential part of our carnival? Why does the Basel carnival start on the Monday after Ash Wednesday and at four o’clock in the morning sharp? Magnificent historical rooms provide the backdrop to a comprehensive journey through all the intriguing facets of the Basel Carnival.

> with Margrit Gontha

in English

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Kinder und Familien

Meine bunte Laterne
1. März 2020 13.00 - 17.00 Uhr
Meine bunte Laterne
Kinder und Familien
Meine bunte Laterne
1. März 2020, 13.00 - 17.00 Uhr

Schon bald ist Morgestraich und in der  ganzen Stadt werden prächtige Laternen leuchten. Aus einer PET-Flasche und Papier gestalten wir unsere eigene bunte Laterne.

> Mit Leah Vogler und Aila Özvegyi, Bildung und Vermittlung

> Material CHF 5.–

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Meine bunte Laterne

Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Bima, Kasper und Dämon
1. März 2020 15.00 - 16.00 Uhr
Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Bima, Kasper und Dämon
1. März 2020, 15.00 - 16.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Lua Leirner

Eintritt frei

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Führung

Weltsichten
8. März 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Weltsichten
Führung
Weltsichten
8. März 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Wir laden Sie ein, unser Haus und seine Geschichte zu erkunden: Sie erfahren von abenteuerlichen Forschungsreisen und akribischem Sammeln, sehen überraschende Objekte aus aller Welt und bekommen einen Einblick in die heutige Ethnologie.

> Mit Antonio Russo

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Weltsichten

Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
15. März 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
15. März 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Wissensdrang trifft Sammelwut

Spezielle Veranstaltung

Die Geschichte vom Soldaten
21. März 2020 20.00 - 21.15 Uhr
Die Geschichte vom Soldaten
Spezielle Veranstaltung
Die Geschichte vom Soldaten
21. März 2020, 20.00 - 21.15 Uhr

Von der Ausstellung ins Theater: Nachbauten der antiken Marionetten von Elsi und Fernand Giauque kommen nach Basel. Im Stück «Die Geschichte vom Soldaten» von Charles-Ferdinand Ramuz und Igor Strawinsky lässt sich ein Soldat auf ein Tauschgeschäft mit dem Teufel ein: Für seine Geige erhält er ein Buch, das ihm grossen Reichtum verspricht – aber wird er damit glücklich?

Eine Kooperation zwischen dem Museum der Kulturen Basel, dem Basler Marionetten Theater und der Marionettenoper im Säulensaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg

> Aufführungsort: Basler Marionetten Theater, im Zehntenkeller am Münsterplatz 8

> Begrenzte Platzzahl. Vorverkauf Tickets: via Basler Marionetten Theater T 061 206 99 96, auf www.ticketcorner.ch und bei Bider & Tanner, Basel

> Eintrit Basler Marionetten Theater

Foto © Matthew Gardner

> Kalendereintrag
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Die Geschichte vom Soldaten

Führung

Bima, Kasper und Dämon
22. März 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
22. März 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Nadja Breger

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Spezielle Veranstaltung

Die Geschichte vom Soldaten
22. März 2020 15.00 - 16.15 Uhr
Die Geschichte vom Soldaten
Spezielle Veranstaltung
Die Geschichte vom Soldaten
22. März 2020, 15.00 - 16.15 Uhr

Von der Ausstellung ins Theater: Nachbauten der antiken Marionetten von Elsi und Fernand Giauque kommen nach Basel. Im Stück «Die Geschichte vom Soldaten» von Charles-Ferdinand Ramuz und Igor Strawinsky lässt sich ein Soldat auf ein Tauschgeschäft mit dem Teufel ein: Für seine Geige erhält er ein Buch, das ihm grossen Reichtum verspricht – aber wird er damit glücklich?

Eine Kooperation zwischen dem Museum der Kulturen Basel, dem Basler Marionetten Theater und der Marionettenoper im Säulensaal des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg

> Aufführungsort: Basler Marionetten Theater, im Zehntenkeller am Münsterplatz 8

> Begrenzte Platzzahl. Vorverkauf Tickets: via Basler Marionetten Theater T 061 206 99 96, auf www.ticketcorner.ch und bei Bider & Tanner, Basel

> Eintrit Basler Marionetten Theater

Foto © Matthew Gardner

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Die Geschichte vom Soldaten

Führung

GROSS
29. März 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
GROSS
29. März 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Gross ist nicht überall gleich gross. In der Führung erfahren Sie mehr über kulturelle Dimensionen von Grösse. Beste Beispiele sind Macht und Status. Aber wer misst und definiert eigentlich Grösse? Und warum beeindruckt Grösse?

> Mit Reingard Dirscherl

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Spezielle Veranstaltung

Memory
25. Juni 2020 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Memory
25. Juni 2020, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen.

Eintritt frei

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Spezielle Veranstaltung

Erleuchtet
24. September 2020 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Erleuchtet
24. September 2020, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen.

Eintritt frei

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Spezielle Veranstaltung

Schnee
19. November 2020 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Schnee
19. November 2020, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen.

Eintritt frei

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Übersicht

Elfenbein oder nicht?

In der Ausstellung «Wissensdrang trifft Sammelwut», die im März aufgeht, werden sensible Objekte präsentiert. Darunter Exponate aus Elfenbein. Claudia Geissmann, Leiterin Konservierung & Restaurierung, hat sich auf die Suche nach echtem Elfenbein gemacht.

Rund 1300 Objekte sind in unserem digitalen Sammlungskatalog unter dem Schlagwort Elfenbein verzeichnet. In die Ausstellung dürfen nur Dinge, die tatsächlich aus Elfenbein sind. Deshalb hat Geissmann abgeklärt, ob 200 ausgewählte Objekte «echt» sind oder nicht.

Elfenbein zeigt Grösse

«Die Beschäftigung mit Materialien ist etwas vom Spannendsten an meinem Beruf», sagt die Restauratorin. Sie bringt die nötigen Kenntnisse zur Materialbestimmung mit, hat ihre Diplomarbeit zum Thema geschrieben, hat aber bei der vertieften Beschäftigung mit Elfenbein und betreffend Elfenbein-Ersatz viel dazu gelernt: «Vor allem der Austausch mit naturwissenschaftlichen Präparatoren hat mir geholfen, Zähne diverser weiterer Tiere zu bestimmen.»

Auf dem Foto zeigt Frau Geissmann, die weisse Handschuhe trägt, wie ein Handstuhstrecker aus Elfenbein verwendet wird

Schwer: Handschuhstrecker aus Elfenbein

Manchmal fällt die Bestimmung leicht, ist es auf den ersten Blick ersichtlich: Sehr grosse Stosszähne können nur aus Elfenbein sein. Nur Elefanten und Mammuts haben grosse Zähne. Für Klarheit sorgt auch der Durchmesser. Elefantenzähne sind rund. Ein Walrosszahn z.B. hat eine Delle im Zahn, die Zähne von Warzenschweinen sind dreieckig.

Echt schräg

Immer dabei ist Geissmanns «Bibel». Die noch immer gültige Publikation aus den 1950er-Jahren zeigt anhand von tollen Fotos, wie echte Elfenbeinzähne von unechten zu unterscheiden sind. Und welche Struktur und Oberfläche echtes Elfenbein aufweist.

Zu sehen ist ein Ei aus Elfenbein. Es ist aufgeschlagen und darin sitzt ein Vögelchen. Das Elfenbein weist schraffierte bräunliche Linien auf.

Schraffur: Ei aus Elfenbein

Nach der morphologischen Bestimmung geht es um die Optik. Geissmann schaut sich von Auge oder durch die Lupe Linien und Strukturen an. Sind schraffierte Linien erkennbar, ist es Elfenbein. Die sogenannten Retzius- respektive Schreger-Linien sind eine eindeutige Charakteristik von Elfenbein.

Hinter die Bemalung sehen

Vielleicht sind Wachstumsringe erkennbar – Zähne haben solche, wie Bäume. Gibt es nur einfache Linien zu sehen, muss nach weiteren Merkmalen gesucht werden, um den Zahn zu definieren oder eine Nuss, die ebenfalls als Ersatz dient. Entdeckt Geissmann Kerben und kleine Löcher, deutet dies auf Blutgefässe hin. Es dürfte sich dann um Knochen handeln.

Knochen können jedoch sehr dicht sein, so dass deren Struktur nicht erkennbar ist. Oder es ist keine Musterung ersichtlich, weil das Objekt bemalt oder zu klein ist. Dann geht es unters Mikroskop. Es könnte sich jedoch immer noch um pulverisiertes Elfenbein handeln, das zusammengepappt worden ist.

In einer Schublade liegen viele kleine Schachteln, in denen sich kleine japanische Figuren befinden, die an Gürtel befestigt werden

Japanische Gürtelfiguren: Welche davon sind aus Elfenbein?

Das eine oder andere Objekt hält Geissmann unters UV-Licht. Kunststoff fluorisziert anders als echtes Elfenbein. Farbe reagiert auch anders. Knochen ebenfalls.

Nur das Beste für den Mann

Rund 70 Prozent der untersuchten Objekte sind tatsächlich oder mit grösster Wahrscheinlichkeit aus Elfenbein. Darunter nicht nur Stosszähne. Wir besitzen Handschuhstrecker, ein Pflegeset für den Mann, religiöse Bildnisse, Gürtelfiguren, Spazierstockknäufe und vieles mehr aus dem kostbaren Material.

Welche von ihnen es in die Ausstellung schaffen, wird bald bestimmt. Die Kuratorinnen und Kuratoren forschen nach, woher die Objekte kommen, weshalb sie gesammelt wurden, wie sie ins Museum kamen. Die Ausstellung geht den Motiven der einstigen Sammelwut nach und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

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