Aktuell im Museum

Ethnologie fassbar

Afrikanische Welten in China – abgesagt
3. Juni 2020 18.00 - 19.30 Uhr
Afrikanische Welten in China – abgesagt
Ethnologie fassbar
Afrikanische Welten in China – abgesagt
3. Juni 2020, 18.00 - 19.30 Uhr

Die südchinesische Stadt Guangzhou ist ein globales Handelszentrum, in dem Händlerinnen und Händler aus der ganzen Welt ihre Geschäfte abwickeln. Günstige Produkte und Fälschungen «Made in China» werden von dort aus unter anderem nach Afrika gebracht. Studierende des Ethnologischen Seminars Basel berichten von ihren Feldforschungen und erzählen von afrikanischen Communities in der chinesischen Grossstadt.

> Mit Studierenden des Ethnologischen Seminars, Lesley Braun, Dozentin am Ethnologischen Seminar Basel, Kuratorin Franziska Jenni und Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

Foto © Olayemi Omodunbi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Afrikanische Welten in China – abgesagt

Spezielle Veranstaltung

Best of Shakespeare – abgesagt
7. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Best of Shakespeare – abgesagt
7. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Genuss pur im Museumshof: Bringen Sie Ihren Picknickkorb, Klappstuhl oder eine Decke mit, für die musikalische Unterhaltung ist gesorgt.

> Mit Mitgliedern des Sinfonieorchesters Basel

> Werke von Sergei Prokofjew und Felix Mendelssohn Bartholdy

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert nicht statt. Infos zur Durchführung auf www.sinfonieorchesterbasel.ch

Freier Eintritt ins Konzert – Kollekte

> Kalendereintrag
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Kinder und Familien

Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten
7. Juni 2020 13.00 - 17.00 Uhr
Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten
Kinder und Familien
Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten
7. Juni 2020, 13.00 - 17.00 Uhr

In der indischen Geschichte «Ramayana» geht Prinz Rama auf die Jagd nach einer wunderschönen goldenen Gazelle. In der Ausstellung «Bima, Kasper und Dämon» kannst du sie entdecken. Im Atelier gestalten wir eine Gazellen-Marionette oder eine andere tierische Theaterfigur.

> Mit Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten

Führung

Bima, Kasper und Dämon
7. Juni 2020 14.00 - 15.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
7. Juni 2020, 14.00 - 15.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Nadja Breger

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Kinder und Familien

10 Jahre mini.musik – abgesagt
14. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
10 Jahre mini.musik – abgesagt
Kinder und Familien
10 Jahre mini.musik – abgesagt
14. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Konzertreihe mini.musik feiert Geburtstag – feiern Sie mit! Am Jubiläumskonzert im Museumshof kramt das Sinfonieorchester Basel in seiner musikalischen Schatzkiste und überrascht das Publikum mit einem klingenden Feuerwerk.

> Mit Irena Müller-Brozovic, Konzept und Moderation, Norbert Steinwarz, Choreografie und Tanz

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert nicht statt. Infos zur Durchführung auf www.sinfonieorchesterbasel.ch

> Kalendereintrag
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10 Jahre mini.musik – abgesagt

Führung

Gender Trouble
14. Juni 2020 14.00 - 15.00 Uhr
Gender Trouble
Führung
Gender Trouble
14. Juni 2020, 14.00 - 15.00 Uhr

In der Führung werden Objekte auf ihre Beziehung zwischen Männern und Frauen untersucht. Dabei leuchten überraschende Facetten auf im ewigen «gender trouble», im Spiel der Identitäten von Frau und Mann.

> Mit Nadja Breger

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Gender Trouble

Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
21. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
21. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Wissensdrang trifft Sammelwut

Führung

Memory
28. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Memory
28. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die vielfältigen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Kurator Alexander Brust

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Spezielle Veranstaltung

Erleuchtet
19. November 2020 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Erleuchtet
19. November 2020, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen.

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Übersicht

Die Venus berührt

Unterwegs mit den Künstlerinnen aus Milingimbi

Ruth Nalmakarra verschlägt es fast die Sprache. In der Ausstellung «Sonne, Mond und Sterne» hängt eine Rindenmalerei, die sie auf ihre Vorfahren zurückführen kann. «Der Morgenstern stammt von meiner Grossmutter mütterlicherseits», erklärt sie, als sie sich wieder gefasst hat. Was sie anspricht, ist die Geschichte des Morgensterns. Sie hat Rechte an der Geschichte. Nun steht sie ganz ruhig vor dem Werk, in Gedanken versunken.

Ruth Nalmakarra steht vor einer Rindenmalerei und zeigt mit der rechten Hand auf Details

Malerische Familiengeschichte

Die Rindenmalerei aus den 1960er-Jahren zeigt Banumbirr als Venus. Er gilt als Schöpfer der Menschen in Arnhemland, der Heimat von Ruth Nalmakarra. Ein emotionaler Moment für die Künstlerin von der kleinen Insel Milingimbi, vor der Nordküste Australiens. Mit Helen Ganalmirriwuy zusammen ist sie für knapp zwei Wochen in Basel – zum ersten Mal. Die beiden Flechterinnen schauen sich Artefakte aus ihrer Heimat in den Ausstellungen und in den Depots an, erzählen Ozeanien-Kuratorin Beatrice Voirol, was sie darüber wissen, und tragen so zur Forschung bei.

Gesetzestreu

Helen Ganalmirriwuy bemerkt angesichts einer zweiten Rindenmalerei, dass der Künstler gestorben sei. Wenn dem so ist, besage das Gesetz, dass das Muster nicht mehr gemalt respektive kopiert werden darf.

Das Foto zeigt die beiden Künstlerinnen zwischen zwei Rindenmalereien in der Ausstellung «Sonne, Mond und Sterne»

Helen Ganalmirriwuy (l.) und Ruth Nalmakarra (r.) sehen die Dinge mit anderen Augen

Die Menschen glücklich gemacht

Wie ist das für sie, wenn sie heimische Objekte im Museum sehen? Die beiden Künstlerinnen haben damit keine Probleme. Im Gegenteil, sie sagen, die Objekte seien auf diese Weise an einem sicheren Ort und bestens aufbewahrt. Gut finden sie, dass Beatrice Voirol schon zwei Mal Objekte nach Milingimbi mitgenommen hat und der Bevölkerung gezeigt hat. Vor allem für Familien, von denen sie ursprünglich stammen, sei das wichtig. «Es hat die Menschen glücklich gemacht», betont Ruth Nalmakarra.

Die beiden bereiteten ihrerseits den Teilnehmenden des Flechtworkshops eine grosse Freude. Sie zeigten, wie Halsketten hergestellt werden und brachten dafür heimisches Material mit. Ein Erlebnis für beide Seiten.

Neun Frauen sitzen und stehen in einem Kreis auf Teppichen. Vor sich haben sie verschiedene Materialien, aus denen sie Schmuck flechten.

In einem Workshop haben die beiden Künstlerinnen ihre Kunst weitervermittelt

Begleitet werden die beiden Künstlerinnen von Louise Hamby von der Australian National University. Sie studiert, wie Frauen auf Objekte reagieren. Bisher seien immer nur Männer gereist und meist hätten nur sie Objekte zu Gesicht bekommen. Ihnen gehe es dabei eher um die Nutzung. Frauen würden Dinge anders anschauen. Sie fokussierten mehr auf die Materialien und die Techniken – weil meist auch Frauen die Objekte hergestellt haben.

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