Aktuell im Museum

Führung

Auf Feldforschung im Münster
28. Juli 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Auf Feldforschung im Münster
Führung
Auf Feldforschung im Münster
28. Juli 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Für einmal geht es im Basler Münster nicht um Theologie oder Kunstgeschichte, sondern um Ethnologie. Nach einem halbstündigen Crashkurs im Museum der Kulturen Basel rund um ethnologische Fragestellungen entdecken Sie das Münster neu: Was erzählt uns das Münsterportal über Gruppenzugehörigkeit? Inwiefern ist ein Gottesdienst auch eine Performance?

Start: Museum der Kulturen Basel, Ende: Basler Münster

> Mit Antonio Russo

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Auf Feldforschung im Münster

Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
4. August 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
4. August 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Christophe Schneider

 

Eintritt frei

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Kinder und Familien

Wir erfinden einen Meter
4. August 2019 13.00 - 17.00 Uhr
Kinder und Familien
Wir erfinden einen Meter
4. August 2019, 13.00 - 17.00 Uhr

Früher haben wir mit Händen, Füssen und Ellen gemessen – bis das Metermass erfunden wurde. Heute kannst du dein eigenes buntes Metermass gestalten.

> Mit Leah Vogler

> Material: CHF 5.–

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Ethnologie fassbar

Berichte aus dem Feld
7. August 2019 18.00 - 19.30 Uhr
Berichte aus dem Feld
Ethnologie fassbar
Berichte aus dem Feld
7. August 2019, 18.00 - 19.30 Uhr

Wie ist es eine Nacht lang mit einem Taxifahrer durch die Strassen von Bobo-Dioulasso zu fahren? Was erlebt man mit einem zeitgenössischen Künstler, wenn man ihn auf Schritt und Tritt begleitet? Und wie wandelt sich der Blick auf alte Plastikflaschen an der Elfenbeinküste, wenn diese wie Schätze gehortet werden? Von diesen und weitere Erlebnissen während ihrer Feldforschung in Burkina Faso und der Elfenbeinküste berichten Masterstudierende des Ethnologischen Seminars Basel.

> Mit Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

Foto ©Rebekah Hoeks

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Berichte aus dem Feld

Führung

Best-of
11. August 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Best-of
Führung
Best-of
11. August 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Wertvollste, das Bekannteste, das Beliebteste – die «Best-of»-Führung zeigt ausgewählte Objekte. Zugleich fragt sie nach den Kriterien solcher Rangfolgen: Sie sind abhängig von Sammlungsinteressen, von wissenschaftlichen Erkenntnissen oder auch von persönlichen Vorlieben. Wer setzt was auf seine Bestenliste und warum?

> Mit Reingard Dirscherl

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Best-of

Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
18. August 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
18. August 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Kuratorin Beatrice Voirol

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Spezielle Veranstaltung

Bima, Kasper und Dämon
22. August 2019 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Bima, Kasper und Dämon
22. August 2019, 18.30 - 20.30 Uhr

Schaurig schöne Dämonen bevölkern das asiatische Figurentheater. In jeder Variante tritt auch immer ein Spassmacher auf, der Gesellschaft und Politik humorvoll kritisiert. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung «Bima, Kasper und Dämon» eingeladen.

Eintritt frei

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Führung

Bima, Kasper und Dämon
25. August 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
25. August 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Kurator Richard Kunz

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Workshop für Erwachsene

Orizomegami – Shibori mit Papier
31. August 2019 11.00 - 16.00 Uhr
Orizomegami – Shibori mit Papier
Workshop für Erwachsene
Orizomegami – Shibori mit Papier
31. August 2019, 11.00 - 16.00 Uhr

Zur Musterung von Stoff kommen in Japan verschiedene Shibori-Techniken zum Einsatz. Es wird gefaltet, gepresst oder abgebunden. Im Workshop transformieren wir einige der Techniken und verwenden sie zur Musterung von (Japan-)Papier. Damit lassen sich Grusskarten, Lesezeichen und Bucheinbände gestalten oder auch Geschenke verpacken.

> Mit Regina Mathez, Bildung und Vermittlung, und Kuratorin Stephanie Lovász

> Für max. 16 Personen. Anmeldung bis Mo 26.8.: T 061 266 56 32 oder info@mkb.notexisting@nodomain.comch

Kosten: CHF 120.– inkl. Material

> Kalendereintrag
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Orizomegami – Shibori mit Papier

Spezielle Veranstaltung

Auge, Ohr, Hand und Herz
1. September 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Auge, Ohr, Hand und Herz
1. September 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Speziell für das Sinfonieorchester Basel arrangiert die erfolgreiche Jazzsaxofonistin und Dirigentin Sarah Chaksad Eigenkompositionen und Stücke der Band Mix!t. Mix!t, das sind Gebärdensprachpoet Rolf Perrollaz und Mundartrapper Gaston, die simultan performen und das Spiel mit der Sprache zelebrieren. Rap, Gesang, Gebärdensprache und Orchestermusik verschmelzen in diesem Konzert zu einer einzigartigen Kunstform. Hören und sehen Sie, wie die Combo swingt und rockt, aber auch mit berührenden Balladen in die Tiefe geht. 

> Mit dem Sinfonieorchester Basel. Rap, Gesang und Gebärdensprache von Mix!t.

> Leitung und Arrangements: Sarah Chaksad

Das Konzert findet nur bei schönem Wetter statt. Infos zur Durchführung www.sinfonieorchesterbasel.ch

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Kinder und Familien

Mach dir dein eigenes Schattentheater
1. September 2019 13.00 - 17.00 Uhr
Mach dir dein eigenes Schattentheater
Kinder und Familien
Mach dir dein eigenes Schattentheater
1. September 2019, 13.00 - 17.00 Uhr

In der neuen Ausstellung «Bima, Kasper und Dämon» kannst du auch Schattenspielfiguren entdecken. Wir bauen unsere eigenen Figuren und erwecken sie mit einer Taschenlampe zum Leben.

> Mit Leah Vogler

> Material: CHF 5.–

Eintritt frei

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Mach dir dein eigenes Schattentheater

Führung

Bima, Kasper und Dämon
1. September 2019 15.00 - 16.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
1. September 2019, 15.00 - 16.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Nadja Breger

Eintritt frei

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Spezielle Veranstaltung

Zeigbar oder unzeigbar?
4. September 2019 10.00 - 12.00 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Zeigbar oder unzeigbar?
4. September 2019, 10.00 - 12.00 Uhr

In der Ausstellung «Wissensdrang trifft Sammelwut» geht es um sensible Objekte. Manche werden ausgestellt, einige nicht. Was sind die Gründe, dass Objekte gezeigt oder nicht gezeigt werden?

> Mit Kuratorin Béatrice Voirol

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Ethnologie fassbar

Figuren im Theater
4. September 2019 18.00 - 19.30 Uhr
Ethnologie fassbar
Figuren im Theater
4. September 2019, 18.00 - 19.30 Uhr

Nicht nur Menschen können auf der Bühne Geschichten darstellen. Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Auf einem Rundgang durch die Ausstellung «Bima, Kasper und Dämon» lernen wir einige Figurentheaterformen kennen, darunter das indonesische Wayang Golek. Anschliessend erörtern Kurator Richard Kunz und die Leitenden des Basler Figurentheater Festivals, Kathrin Doppler und Marius Kob, das Spezielle des Figurentheaters.

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
8. September 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
8. September 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Führung

StrohGold
15. September 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
StrohGold
15. September 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Warum wird ein bayrisches Dirndl aus afrikanischen Stoffen geschneidert? Sind diese Materialien überhaupt afrikanisch? Auch Gegenstände, Ideen und Techniken wandern seit je zwischen den Kulturen. Erfahren Sie mehr über diese spannenden Verflechtungsgeschichten.

> Mit Nadja Breger

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Führung

Weltsichten
22. September 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Weltsichten
Führung
Weltsichten
22. September 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Wir laden Sie ein, unser Haus und seine Geschichte zu erkunden: Sie erfahren von abenteuerlichen Forschungsreisen und akribischem Sammeln und sehen überraschende Objekte aus aller Welt.

> Mit Antonio Russo

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Weltsichten

Spezielle Veranstaltung

Il y a des oiseaux dans l'aquarium – There are birds in the aquarium
25. - 29. September 2019 10.00 - 17.00 Uhr
Il y a des oiseaux dans l'aquarium – There are birds in the aquarium
Spezielle Veranstaltung
Il y a des oiseaux dans l'aquarium – There are birds in the aquarium
von Magali Rousseau, Company L'Insolite Mécanique
25. - 29. September 2019, 10.00 - 17.00 Uhr

Flugmaschinen als Theater der Illusion: Im Rahmen des 10. Basler Figurentheater Festivals BAFF! eröffnen wir im Hedi Keller-Saal einen Raum des Austausches zwischen Menschen und Objekten. Die poetischen Fluginstallationen der französischen Künstlerin Magali Rousseau bezaubern durch ihr Spiel mit der Lebendigkeit von mechanischen, bewegten Körpern und ihrer feinen Aufforderung zur Interaktion.

 

> Freie Besichtigung der Installation

> Kalendereintrag
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Il y a des oiseaux dans l'aquarium – There are birds in the aquarium

Führung

Bima, Kasper und Dämon
29. September 2019 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
29. September 2019, 11.00 - 12.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Eli Wilhelm

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Spezielle Veranstaltung

Kasper in Teufelsküche. Oder: Das Geheimnis der schlechten Laune
29. September 2019 14.00 - 15.00 Uhr
Kasper in Teufelsküche. Oder: Das Geheimnis der schlechten Laune
Spezielle Veranstaltung
Kasper in Teufelsküche. Oder: Das Geheimnis der schlechten Laune
von Marc Becker, Uraufführung
29. September 2019, 14.00 - 15.00 Uhr

Die preisgekrönten «Thalias Kompagnons» sind mit ihren Figuren und Geschichten weit gereist. Am BAFF! machen sie bei uns im Museum halt mit ihrem Kasperstück. Darin schlittert Kasper in eine Identitätskrise: Er trinkt einen Höllentrank, der ihm gehörig die Laune verdirbt. Leider steckt seine Sinnkrise auch seine Freunde an und die Rollen verleiden ihnen. Kann er das Kasperletheater noch retten?

Spiel: Tristan Vogt. Regie und Ausstattung: Joachim Torbahn

> Für Erwachsene ab 16 Jahren

> Beschränkte Platzzahl

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

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Kasper in Teufelsküche. Oder: Das Geheimnis der schlechten Laune

Spezielle Veranstaltung

Mutter und Kind
21. November 2019 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Mutter und Kind
21. November 2019, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung «Mutter und Kind» eingeladen.

Eintritt frei

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Übersicht

«Geht hinaus in die Welt und bewährt euch…»

In der Ausstellung «Das Geheimnis – Wer was wissen darf» finden sich auch Gegenstände von Freimaurern. Wir haben den Leihgeber Michael Lang-Alsvik zum Gespräch getroffen.

In der Ausstellung «Das Geheimnis – Wer was wissen darf» finden sich auch Gegenstände von Freimaurern. Wir haben den Leihgeber Michael Lang-Alsvik zum Gespräch getroffen.

In der Ausstellung «Das Geheimnis» wird vieles genau gemustert (Foto: Omar Lemke)

Haben Sie den ersten Teil des Interviews bereits gelesen? Sie finden ihn hier: Nicht geheim, sondern diskret

MKB: Welche Voraussetzungen muss ein Mensch erfüllen, wenn er in eine Loge eintreten will?

Michael Lang-Alsvik: Früher, im 18. Jahrhundert, hiess es: ein freier Mann von gutem Ruf. Heute würden wir das so übersetzen, dass ein Bewerber den Willen haben muss, weil die Freimaurerei nicht um Mitglieder wirbt. Sie wird nie irgendwelche Werbung machen, weil die Freimaurerei davon ausgeht, dass man selbst suchen muss. Die Freimaurerei versteht sich nicht als Religionsersatz und ist dogmenfrei. Wenn also jemand kommt und einen spirituellen Ersatz erwartet, muss man leider abwinken. Die Freimaurerei ist ein Weg der Selbsterkenntnis, also der Arbeit an sich selbst.

Bei uns gibt’s Schreiner, Busfahrer, aber auch Ärzte und Universitätsprofessoren.

Gibt es sonstige Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen?

Es ist egal aus welcher Berufssparte, aus welcher sozialen Schicht man kommt. Bei uns gibt’s Schreiner, Busfahrer, aber auch Ärzte und Universitätsprofessoren. Es gibt keine intellektuellen Anforderungen, es geht um das Suchen.

Dürfen auch Frauen Mitglieder werden?

In Basel arbeiten derzeit acht Logen, plus eine Frauenloge. Lassen Sie mich ein wenig ausholen. Es heisst «Männerbund», das beruht auf Prinzipien. Das symbolische Gründungsdatum ist 1717. Damals war die Gesellschaft anders: Mann und Frau hatten eine komplett andere soziale Stellung. Es gab trotzdem schon ziemlich bald Gründungen von sogenannten Frauenlogen. Ich habe vorhin gesagt, die Freimaurerei sei dogmenfrei, das muss man vielleicht mit einem kleinen Stern versehen. Es gibt schon ein Dogma, zum Beispiel, dass wir uns als reine Männergruppe verstehen. Aber, und das ist mir sehr wichtig zu betonen, wir schauen nicht neidisch über den Tellerrand und man bekämpft sich nicht, viel mehr geniessen sowohl Frauen als auch Männer die Stimmung unter Menschen des gleichen Geschlechts. Das heisst jedoch nicht, dass es keine gemeinsamen Anlässe gibt. Es gibt übrigens inzwischen schon auch gemischte Logen. Allerdings sind die nicht offiziell anerkannt.

Man merkt, dass in der jungen Generation ein Umdenken stattfindet.

Was heisst «offiziell anerkannt»?

Die Grossloge von London, die oberste Autorität, beruft sich auf die Konstitutionen von 1723 wo definitiv steht, dass nur Männer aufgenommen werden. Aber: Es besteht ein freundschaftliches, tolerantes Verhältnis, es ist ein Miteinander in dieselbe Richtung. Das ist natürlich schwierig, vor allem für ältere Brüder, die einfach noch konservativer, traditioneller sind. Man merkt aber, dass in der jungen Generation ein Umdenken stattfindet. Das ist jetzt meine private Meinung, ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis diese Regelung zumindest in ein Besuchsrecht abgeändert wird. Das ist ein notwendiger Schritt.

Sind die Logen in Basel von aussen denn als solche erkennbar?

Ja, Sie sehen an der Tür die typischen Zeichen, also Winkelmass und Zirkel, und Sie sehen auch drei Büsten an der Fassade, Mozart, Goethe und Lessing.

Man merkt, dass in der jungen Generation ein Umdenken stattfindet.

Ein Blick ins Tempelinnere (Foto: zVg, Michael Lang-Alsvik)

Ist die Freimaurerei überhaupt noch zeitgemäss?

Die Freimaurerei versteht sich als ein möglicher Schulungsweg, eine Bibliothek, wo man viele Bücher zur Verfügung hat. Die Freimaurerei arbeitet aber mit Symbolen, diese haben einen hohen Stellenwert. Wenn man damit nicht viel anfangen kann, ist die Freimaurerei schwierig. Für die Toleranz, die Brüderlichkeit, muss es nicht zwingend die Freimaurerei sein. Es ist ein Weg, für den man selbst passen muss und der zu einem passen muss.

Oder ist sie sogar wichtiger als je zuvor?

Ich antworte natürlich, dass sie wichtiger ist als je zuvor. Man muss aber nicht unbedingt Freimaurer sein oder werden, um die Welt ein Stück besser zu machen. Die eingangs erwähnten Werte, die eigentlich die Weltherrschaft übernehmen sollten, sind Dinge, die jeder Mensch praktizieren kann.

Geht hinaus in die Welt und bewährt euch als Brüder Freimaurer.

Wo äussert sich diese Wichtigkeit?

Man muss dafür nicht in den Nahen Osten oder in ein Kriegsgebiet gehen. Es geht ja um die Arbeit an sich selbst. Wir verstehen uns, symbolisch gesprochen, als Steine. Wir schneiden unsere Ecken und Kanten ab, dass wir einen möglichst kubischen Stein formen, der Platz hat im Tempel der Humanität. Ich denke, das müssen nicht unbedingt die grossen Schauplätze sein, es beginnt im Alltag. Ich selbst stelle fest, dass ein «Danke» nicht mehr selbstverständlich ist. Es beginnt bei den kleinen und eigentlich primitiven Dingen. Es gibt leider eine Gesprächskultur, dass man jemanden aussprechen lässt, um danach selbst weiterzusprechen. Nicht, um ihm zuzuhören und ihn wahrzunehmen, sondern um selbst was sagen zu können. Es gibt da viele Dinge, und da anzusetzen ist des Freimaurers erste Pflicht. Es heisst am Ende von jedem  Anlass: «Geht hinaus in die Welt und bewährt euch als Brüder Freimaurer.» Darum geht es. Es geht nicht um die geschützte Elite, dass man geschützt zusammensitzt und sich besser fühlt. Es geht um die aktive Arbeit. Und deshalb ist die Freimaurerei wichtiger als je zuvor.

Wie hat sich die Freimaurerei entwickelt seit der Entstehung?

Ich denke, die Grundsätze sind gleich geblieben. Man versteht sich schon als traditionellen Bund, deswegen durften wir das dreihundert-jährige Bestehen feiern. Es gibt Grundsätze, auf die wir uns berufen. Gleichzeitig ist es eine Aufgabe der Freimaurerei, sich nicht  vor dem Zeitgeist wegzudrehen. Das kann ich ganz offen sagen in meiner Funktion in der Öffentlichkeitsarbeit. Es sind nicht immer einfache Diskussionen mit den Mitbrüdern, die zum Beispiel mit Beiträgen auf Webseiten, mit Führungen und mit einem Beitrag wie diesem Bauchweh und Bedenken hätten. Der technische Fortschritt trägt viel zur Öffnung bei. Auch vereinsintern, wo bei Vorträgen elektronische Medien eingesetzt werden. Ich denke, dass wir gut mit der Zeit gehen und dass dieser Spagat nicht so gross ist, wie er vielleicht befürchtet oder erwartet wird.

Hat sich die Welt verändert, seit Sie Mitglied sind?

Wie sich die Welt verändert hat, das kann ich Ihnen nicht sagen. Das wäre vermessen, sich mit Federn zu schmücken. Mir geht es auch nicht darum, das festzustellen oder festzuhalten. Ich denke, dass es automatisch passiert, dass man die Welt mitverändert, wenn die Persönlichkeit, der Charakter geprägt wird.

Das Motiv des kubischen Steins zieht sich durch die Freimaurerei (Foto: Michael Lang-Alsvik)

Jeder Mensch macht Fehler, auch jeder Freimaurer macht Fehler.

Und was hat sich für Sie persönlich geändert?

Was mich sehr geprägt hat, ist einerseits die erwähnte Vielfältigkeit, die man in einer Loge hat. Das heisst Mitglieder von 25 bis 90 Jahren, in einer sehr breiten Berufsspanne, mit denen man auf Augenhöhe reden kann, denen man vertrauen kann, die man Bruder nennen kann. Eine Gemeinschaft, Gleichgesinnte, die an sich selbst arbeiten. Was hat sich bei mir persönlich verändert? Ich denke, mit hat das Bild sehr geholfen, dass man sich als rauen Stein versteht. Es gibt nicht den perfekten, kubischen Stein. Das wissen auch wir. Jeder Mensch macht Fehler, auch jeder Freimaurer macht Fehler. Aber gewisse kleine Dinge habe ich sehr wohl aus meinem Umfeld gehört: dass ich zuhören kann. Eine meiner Kanten war, dass ich etwas ungeduldig in gewissen Situationen war. Ich bin geduldiger geworden. Nicht zuletzt, weil zwischen der ersten Kontaktaufnahme mit der Loge und der Aufnahme bei den Freimaurern ein Jahr vergeht. Die Werte der Freimaurer, eben die Menschlichkeit, die Toleranz und die Brüderlichkeit, sind mir extrem wichtig. Ich versuche tagtäglich, mich daran zu messen und mir die Messlatte ziemlich hoch zu legen.

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