Aktuell im Museum

Spezielle Veranstaltung

Best of Shakespeare – abgesagt
7. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Best of Shakespeare – abgesagt
7. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Genuss pur im Museumshof: Bringen Sie Ihren Picknickkorb, Klappstuhl oder eine Decke mit, für die musikalische Unterhaltung ist gesorgt.

> Mit Mitgliedern des Sinfonieorchesters Basel

> Werke von Sergei Prokofjew und Felix Mendelssohn Bartholdy

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert nicht statt. Infos zur Durchführung auf www.sinfonieorchesterbasel.ch

Freier Eintritt ins Konzert – Kollekte

> Kalendereintrag
> PDF

Kinder und Familien

Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten
7. Juni 2020 13.00 - 17.00 Uhr
Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten
Kinder und Familien
Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten
7. Juni 2020, 13.00 - 17.00 Uhr

In der indischen Geschichte «Ramayana» geht Prinz Rama auf die Jagd nach einer wunderschönen goldenen Gazelle. In der Ausstellung «Bima, Kasper und Dämon» kannst du sie entdecken. Im Atelier gestalten wir eine Gazellen-Marionette oder eine andere tierische Theaterfigur.

> Mit Leah Vogler, Bildung und Vermittlung

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Die goldene Gazelle und andere Tier-Marionetten

Führung

Bima, Kasper und Dämon
7. Juni 2020 14.00 - 15.00 Uhr
Führung
Bima, Kasper und Dämon
7. Juni 2020, 14.00 - 15.00 Uhr

Das Figurentheater lebt von scheinbar leblosen Darstellern wie Puppen oder Gegenständen. Lassen Sie sich hineinziehen in all die aufregenden Geschichten über das Leben und die Liebe.

> Mit Nadja Breger

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Kinder und Familien

10 Jahre mini.musik – abgesagt
14. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
10 Jahre mini.musik – abgesagt
Kinder und Familien
10 Jahre mini.musik – abgesagt
14. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Konzertreihe mini.musik feiert Geburtstag – feiern Sie mit! Am Jubiläumskonzert im Museumshof kramt das Sinfonieorchester Basel in seiner musikalischen Schatzkiste und überrascht das Publikum mit einem klingenden Feuerwerk.

> Mit Irena Müller-Brozovic, Konzept und Moderation, Norbert Steinwarz, Choreografie und Tanz

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert nicht statt. Infos zur Durchführung auf www.sinfonieorchesterbasel.ch

> Kalendereintrag
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10 Jahre mini.musik – abgesagt

Führung

Gender Trouble
14. Juni 2020 14.00 - 15.00 Uhr
Gender Trouble
Führung
Gender Trouble
14. Juni 2020, 14.00 - 15.00 Uhr

In der Führung werden Objekte auf ihre Beziehung zwischen Männern und Frauen untersucht. Dabei leuchten überraschende Facetten auf im ewigen «gender trouble», im Spiel der Identitäten von Frau und Mann.

> Mit Nadja Breger

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Gender Trouble

Führung

Wissensdrang trifft Sammelwut
21. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Wissensdrang trifft Sammelwut
Führung
Wissensdrang trifft Sammelwut
21. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Museen sind gefordert: Was gestern für eine ethnografische Sammlung noch unverzichtbar schien – wie etwa eine Schädelsammlung –, gilt heute als problematisch. Die Führung erforscht die Motive dieser Sammelwut und stellt Fragen zum adäquaten Umgang mit sensiblen Objekten.

> Mit Réka Mascher-Frigyesi

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
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Wissensdrang trifft Sammelwut

Führung

Memory
28. Juni 2020 11.00 - 12.00 Uhr
Führung
Memory
28. Juni 2020, 11.00 - 12.00 Uhr

Die Ausstellung deckt spielerisch die vielfältigen Praktiken auf, wie Menschen Momente des Lebens erinnern, aber auch schnell vergessen. Von der Geburt bis zum Tod werden gesellschaftlich bedeutende Ereignisse mündlich überliefert, in Stein gemeisselt oder verschwiegen.

> Mit Kurator Alexander Brust

Eintritt (gemäss Tarifstruktur)

> Kalendereintrag
> PDF

Spezielle Veranstaltung

Erleuchtet
19. November 2020 18.30 - 20.30 Uhr
Spezielle Veranstaltung
Erleuchtet
19. November 2020, 18.30 - 20.30 Uhr

Sie sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen.

Eintritt frei

> Kalendereintrag
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Übersicht

«Die Arbeitszeit, so lang und schwer …»

Heute tut man seinen Unmut über den Job in Online-Foren kund, schreibt «hässige» Kommentare und ruft über Twitter zu Kundgebungen auf. Gehen wir ein Jahrhundert zurück, war das noch ganz anders. Postkarten waren das Mittel der Wahl.

Der Europa-Kuratorin Tabea Buri fielen vor kurzem bunte Postkarten zum 1. Mai auf.

Auf dem Bild zu sehen sind drei Postkarten anlässlich des 1. Mai-Feiertags. Auf einem siegt die Arbeit, verkörpert durch einen Mann, mit den Worten "Sieg der Arbeit". Auf dem zweiten winkt eine Dame mit einer roten Fahne und wirbt für "8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Musse, 8 Stunden Schlaf". Auf der dritten Karte trommelt ein Mann neben einem Roten Schriftzug "Kampf Mai 1925".

Rund fünfzig Postkarten der Sammlung haben den «Tag der Arbeit» als Sujet

Die Karten sind wertvolle Zeitzeugen und teilweise weit über 100 Jahre alt. Sie zeigen, was die Arbeiterklasse beschäftigt hat. Ein häufiges Sujet: der Achtstundentag.

Auf dieser Postkarte sbefinden sich zwei Arbeiter, einer mit Pferd, der andere mit Lokomotive und Handwerksmaterial. Oben findet sich der Aufruf, die Proletarier aller Länder sollen sich vereinigen.

Die beiden Forderungen nach «Vereinigung» und Achtstundentag

Der Unmut über die Anstellungsbedingungen ist verständlich, überstiegen die Arbeitszeiten doch in der Regel die 10-Stunden-Marke. Eine weitere Karte lässt einen Gruss ausrichten in Gedichtform:

"Die Arbeitszeit, so lang und schwer. Den Geist und Leib bedrückt sie sehr. Darum zu lindern Not und Plag, erbreitet den Achtstundentag.

Ob diese Karte Not und Plag gelindert hat?

Auch diese Karte aus derselben Zeit besticht durch lyrische Qualität:

Und du ackerst und du sä'st, und du nietest und du näh'st, und du hämmerst und du spinnst, sag mir Volk, was du gewinnst.

Die Helvetia hat ihren Platz auf den Karten auf sicher

«O wag es doch, nur einen Tag, nur einen, frei zu sein»

Wer diesen Gruss im Jahre 1903 in die Welt geschickt hat? Das Feld, welches Aufschluss über den Absender geben könnte, wurde leergelassen.

Eine Karte aus dem Jahr 1905 zitiert ein Lied von Georg Herwegh: «O wag es doch, nur einen Tag, nur einen, frei zu sein» heisst es da.

Einigkeit herrscht auf den Karten darüber, was dieses «frei sein» heisst. Gleich mehrfach wird der Einzug der «Roten» grafisch als «Erlösung» und «Befreiung» dargestellt.

Was man in 100 Jahren wohl über die Einladungen zu Arbeiterkundgebungen von heute denkt? Vielleicht lesen es nachfolgende Generationen eines Tages in diesem Blog.

«O wag es doch, nur einen Tag, nur einen, frei zu sein»

Die Hoffnung trug rote Fahnen

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